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Die Flügel drehen sich: Windpark Gomadingen ist am Netz
Fünf Anlagen liefern Strom für rund 21.500 Haushalte
Der Windpark Gomadingen ist in Betrieb. Das Erneuerbare-Energien-Unternehmen RES hat die fünf Windenergieanlagen im Landkreis Reutlingen fertiggestellt und ans Netz gebracht. Hierfür errichtete das Unternehmen ein eigenes Umspannwerk. Mit einer installierten Leistung von rund 31 Megawatt erzeugt der Windpark künftig mehr als 65 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht rechnerisch dem Bedarf von rund 21.500 Haushalten.
Der Windpark wurde kürzlich von Octopus Energy Generation erworben, einem der größten spezialisierten Investoren für erneuerbare Energien in Europa. Das Fondsmanagement-Team von Octopus Energy Generation investiert in Deutschland in Onshore- und Offshore-Windparks, Solaranlagen sowie in Projektentwickler für erneuerbare Energien. RES bleibt weiterhin in das Projekt eingebunden und übernimmt Aufgaben in der technischen und kaufmännischen Betriebsführung.
„Mit dem Windpark Gomadingen geht ein wichtiges Projekt für die Energiewende in Baden-Württemberg ans Netz. Projekte wie dieses sind entscheidend, um den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland voranzubringen. Sie leisten einen Beitrag dazu, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern und die Energieversorgung breiter aufzustellen“, sagt Gerhard Kienzler, Geschäftsführer bei RES.
Kommunen sowie Anwohnerinnen und Anwohner profitieren
RES plant für den Windpark Gomadingen ein Bürgerbeteiligungsmodell in Form eines Nachrangdarlehens mit fester Verzinsung und Laufzeit. Bürgerinnen und Bürger können sich finanziell beteiligen und direkt am Projekt teilhaben. Gerhard Kienzler betont: „Damit die Energiewende von allen mitgetragen wird, ist es wichtig, dass Kommunen und die Menschen vor Ort konkret profitieren.“
Zudem stärkt der Windpark die regionale Wertschöpfung. Die Gemeinde Gomadingen erhält Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Für drei der fünf Anlagen, die auf dem Gemeindegebiet liegen, kommen Pachterlöse hinzu. Auch die Gemeinden Engstingen und Hohenstein profitieren. Darüber hinaus beteiligt RES die Kommunen gemäß den Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) an den Stromerträgen der Anlagen. Die Kommunen können die Mittel vor Ort etwa für Infrastruktur, Bildung oder Vereine nutzen.
„Der Windpark ist ein deutliches Zeichen für die Energiewende auf der Schwäbischen Alb. Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass eine faire Beteiligung der Kommunen und ein konstruktiver Dialog mit dem Projektierer entscheidend sind, um Akzeptanz vor Ort zu erreichen“, sagt Klemens Betz, ehemaliger Bürgermeister von Gomadingen.
Bau unter anspruchsvollen Bedingungen abgeschlossen
Die Umsetzung des Windparks stellte hohe Anforderungen an Planung und Bau. Vor allem die Montage der Anlagen im Winter war durch Schnee, Eis, Nebel und starke Winde geprägt. Während der Bauphase wurden zudem umfangreiche Natur- und Artenschutzmaßnahmen umgesetzt, um Eingriffe möglichst gering zu halten und Flächen ökologisch aufzuwerten. Dennoch konnte RES den Windpark rund drei Monate früher als ursprünglich geplant fertigstellen.
„Die Bauphase war geprägt von anspruchsvollen Wetterbedingungen und komplexer Logistik. Dass der Windpark dennoch vorzeitig in Betrieb gehen konnte, zeigt, dass das Projektteam und die am Bau beteiligten Firmen auch unter anspruchsvollen Bedingungen äußerst zuverlässig und kompetent arbeitet“, sagt Sven Teiwes, Projektleiter Bau bei RES.
ENDE